Teil 5: Australien

 

Gefunden: Am Tor im Sand von Australien

Wir sind nach einer anstrengenden Reise hier angekommen. Neben der rein körperlichen Anstrengung, und der Tatsache, dass wir de facto unserer Magie beraubt sind, kommen die Spannungen in unserer kleinen Gruppe, die die Reise erschweren.

Die Feindseligkeit von Farshid mir gegenüber blieb unverändert. Naazanin versuchte zwischen uns zu vermitteln. Sie hält sich von Farshid fern, was ihr auch seine Feindseligkeit einbringt. Darunter leidet jetzt auch sie. Wir können nichts davon ansprechen, da wir uns keine starken Emotionen leisten können. So fressen wir unsere Unzufriedenheit in uns rein, quälen uns von Tag zu Tag weiter und niemand weiß, was im Kopf des anderen vorgeht.

Nach dem Sumpf und Dschungel folgte ein langer Abschnitt durch halbwegs gangbares Gelände. Die seltsamsten Tiere gab es dort. Hüpfend und mit ihren Jungen in einer Tasche am Bauch. Sie waren aber gut essbar.

Dann folgte ein Abschnitt durch die Wüste. Da uns die Elfen keine Hinweise gegeben hatten, nehmen wir uns so viel Wasser wie wir tragen können und laufen los. Diesmal war es an mir, Schwäche zu zeigen. Die Hitze und das wenige Wasser machten mir deutlich zu schaffen. Nach einigen Tagen müssen wir umkehren, da wir nicht genügen Wasser dabei hatten. Von einer Anhöhe aus hatten wir einen guten weiten Blick in Richtung des Tores und konnten es nicht sehen. So groß wie Tore üblicherweise sind, hätte man es sehen müssen. Allerdings erkannten wir, dass sich die Landschaft wieder ändert. Inmitten der grellen ocker und sandfarbenen Fläche der Wüste fanden wir einzelne Felsformationen, die von grünen Bäumen umgeben zu sein schienen. Leider waren sie zu weit weg, als das wir sie mit unseren Wasservorräten hätten erreichen können. Wir mussten zurück und einen Weg finden, mehr Wasser zu transportieren.

Wir waren umgekehrt und holten größere Mengen Wasser nach. Diese zogen wir auf einem kleinen Schlitten hinter uns her. Beim Ziehen des Schlittens wechselten wir uns ab. Letztendlich blieb es aber an Farshid, ihn die meiste Zeit zu ziehen. Ich bin zu alt und Naazanin zu zierlich. Könnten wir nur zaubern!

An einem Tag mussten wir mal wieder einen Dämonen bekämpfen. Farshid ist der Schlitten mit dem Wasser an einem Dünenhang von hinten zwischen die Füße gerutscht. Er stürzte und verletzte sich leicht den Fuß. Nach der Anstrengung, den Schlitten die Düne hinauf zu ziehen, war das dann zuviel. Er schrie auf und fluchte. Dieser emotionale Ausbruch lies einen Dämonen erscheinen. Zum Glück sind die Dämonen hier recht schwach, so dass wir ihn auch auf Sand stehend mit unseren Waffen besiegen konnten.

Anschliessend glaubte Farshid anscheinend, ich würde ihm Vorwürfe wegen des Vorfalls machen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum er hinterher mit geballten Fäusten vor mir stand, die Gesichtszüge von Wut verzerrt und sich nur mit einem sichtliche Ruck wieder dem Schlitten zuwendete und ihn mit einem Ruck, durch den er fast auseinander bricht, wieder anzieht. Ich machte ihm keinen Vorwurf. Er leistet fast unmenschliches und wir waren und sind alle an den Grenzen des Möglichen.
—.

Das Tor liegt zwischen den plötzlich aus der Wüste hervorragenden Felsformationen und ist mit etwa 10 Kilometern Breite wieder etwas größer. Es gibt eine kleine Elfensiedlung, die in Ruinen liegt. In dem Bestreben, diese schreckliche Welt schnellstmöglich zu verlassen, öffnen wir das Tor und treten hindurch.

 Leave a Reply

You may use these HTML tags and attributes:

(erforderlich)

(erforderlich)